Matheolympiade in München – Klinsi gedopt?

Mount Hoeneß kurz vor dem Ausbruch
Mount Hoeneß kurz vor dem Ausbruch

Fette Überraschungen und herbe Pleiten gab es am Wochenende des 29. Spieltages an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Während sich durch die Niederlagen der ersten Drei bei gleichzeitigen Siegen der Verfolger nun alle Beteiligten auf einen Fünfkampf im Titelrennen einstellen, interessiert das Jürgen Klinsmann nicht die Bohne und rechnet sich die Welt schön.

Aber was ist passiert? Der HSV setzt seine Mission, binnen 20 Tagen sämtliche Wettbewerbe zu verspielen, munter fort und floppte gegen Dortmund. Nationalmannschaftsmaskottchen Mario Gomez trifft für seinen VfB weiterhin, wie er lustig ist, und sammelt mit Stuttgart so Punkt um Punkt auf dem Weg nach oben. Ob die Schwaben mit Tenzing Gomez an der Spitze ankommen – Ausgang ungewiss.

Im Spitzenspiel am Samstag dann der Super-GAU für den FC Bayern: 0:1 gegen ausgerechnet Schalke! Noch-Trainer Klinsmann zeigte sich einmal mehr lernresistent und begann mit Luca Toni als einziger Spitze, was das gewohnt langweilige Bayern-Spiel der vergangenen Wochen zur Folge hatte. Fußball, annähernd frei von Spielwitz. Apropos Witz: Der freche Franck ist irgendwie gar nicht mehr so witzig und scheint absolut keinen Bock mehr auf die Mittelmäßigkeit seiner Mitspieler zu haben. Der Frust entlud sich in die Wade von Schalkes Farfan, wofür es folgerichtig gelb-rot gab. Nach 29. Spieltagen hat Monsieur Ribery endlich einen Weg gefunden, nicht jedes Wochenende mit den Lells und Ottls dieser Fußballwelt spielen zu müssen.

Die traurige Vorstellung des Rekordmeisters kam fast einem fußballerischen Offenbarungseid gleich. Entsprechende Reaktionen rund um die Säbener Straße. Die Fans rufen jetzt selbst schon beim Training „Klinsmann raus!“, der Vorstand schweigt und Zwangspositivist Klinsmann rechnete im Interview nach der Niederlage völlig unbeeindruckt vor, wie der FC Bayern mit fünf Siegen aus den letzten fünf Spielen und eins im Sinn doch noch Meister wird. Hätte Uli Hoeneß sich nicht bereits Mitte der zweiten Halbzeit selbst mit einem Spontan-Schweigegelübde belegt, er hätte den Trainer alleine für diese Aussage direkt nach so einem Spiel gefeuert. Es brodelt bedenklich in Mount Hoeneß, Ausbruch jederzeit möglich.

Glück im Unglück für die Bayern war die Niederlage von Magaths Wölfen am Sonntag bei Energie Cottbus. Der Tabellenführer vergab den Matchball per Doppelfehler und wurde von den Rumpelfußballern aus der Lausitz krachend auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Da bereits am Freitag die Berliner Hertha gegen den schlechtesten Herbstmeister aller Zeiten punkten konnte, trennen fünf Spieltage vor Schluss Platz 1-5 gerade einmal drei Punkte.

War es in der Vergangenheit in der Regel so, dass mit zunehmender Dauer einer Saison sich die Schar der Titelaspiranten proportional verringerte, könnte die Spitzengruppe in dieser Spielzeit bis zum 34. Spieltag vielleicht noch mehr Zuwachs bekommen. Jürgen Klinsmann wäre das egal, er würde absurde Matheformeln dazu absondern. Hätte er keine Ohren, würde er dabei wahrscheinlich auch im Kreis grinsen.

Bild: flickr.com / flydime

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