Favres Geheimplan enthüllt!

Welcher Bundesligaspieler war denn hier beim Frisör?
Welcher Bundesligaspieler war denn hier beim Frisör?

Der 28. Spieltag steht vor der Tür. Am Freitag stellt sich dann gleich die alte Frage: Steinkohle oder Braunkohle? In diesem Fall wird die Frage „auf“ resp. „unter“ Schalke im Spiel gegen die Lausitzer aus Cottbus geklärt. Da die Tagebaukicker aus der Niederlausitz hier bei fünf Auftritten bisher sowohl tor- als auch punktlos blieben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch heute, genau wie ihr schwefelhaltiges Produkt, abstinken werden.

Die Magathschen Wölfe treffen zu hause auf die Leverkusener Vorstadtkrokodile von Labbadia. Die lustige Bande aus dem Rheinland reist als Außenseiter an, insbesondere weil das Duo Grafite/Dzeko derzeit eindeutig mehr Gefahr ausstrahlt als Helmes/Kießling. Höchste Zeit also für Pätti und Steffi die Propellermützen abzusetzen und den Autostädtern ein paar Dinger reinzumurmeln. Die Verfolger aus München reisen nach Bielefeld. Nach dem Aus in der Champions League heißt es nun Munteanu statt Messi, Tesche statt Xavi. Natürlich zum einen sehr traurig, aber zum anderen gibt es Hoffnung für Oddo, Lell & Co dann auch mal wieder ein Laufduell zu gewinnen. Da die Bielefelder sich ja letzte Woche in Cottbus freiwillig für einen Abstiegsplatz gemeldet haben, werden sie sich diese Woche die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen den verbliebenen Rest ihres Selbstvertrauens beim Rekordmeister abzugeben.

Ebenfalls am Samstag stehen zwei Derbys auf dem Programm. Im Pott geraten Bochum und Dortmund aneinander. Im Ruhrstadion (!) konnten die Schwarz-Gelben seit rund 10 Jahren nicht mehr gewinnen. Der Hornissenschwarm hat aber inzwischen seinen Unentschiedenfluch (sogenanntes „Schweizsyndrom“) überwunden und wird mit drei aufeinander folgenden Siegen im Rücken bei den Bochumern einfallen. Der VfL wird sich dieser Naturgewalt nur erwehren können, wenn man die farbintensive Trikotage aus der 97/98er-Saison herauskramt. Vor dem Faber-Regenbogen ist noch jedes Insekt geflüchtet.

Im Karlsruher Wildpark kommt es zum ersten Mal zum badischen Duell der Kampfmannschaften des KSC und der TSG aus Hoffenheim. Auf ein Comeback hofft hier Leithammel Maik Franz, dessen Präsenz alleine dazu führen könnte, dass die Stürmer aus purer Angst vorne doch mal wieder einen reinstolpern. Zeit wird’s allemal. Und beim Gegner ist die Stimmung derzeit auch eher bescheiden. Mittelfeldlenker Karl-Eduard verabschiedete sich nach erneuter Unbeherrschtheit. Trainer Rangnick bezeichnete ein Gespräch mit dem Sünder unter der Woche als „zwecklos“. Das sind dann schon keine Kommunikationsprobleme mehr, das ist betretene Stille.

Am Sonntag trifft im Olympiastadion die Hertha auf Werder Bremen. Dass es sich bei den Bremern um einen Angstgegner handelt konnte man im Hinspiel beobachten, wo die Berliner mit 5:1 abgefrühstückt wurden. Und jetzt ist auch noch Voronin gesperrt. Aber Favre wäre nicht Lulu, wenn er nicht schon einen Plan in der Hinterhand hätte: unter der Woche sichtete man Udo Walz beim Herthatraining. Im Gepäck: eine Familienpackung Wasserstoffperoxid (H2O2). Die wurde Marko Pantelic schön ins Haupthaar eingearbeitet und fertig war die strahlende blonde Mähne! Jetzt muss er sich nur noch das Haargummi von Voronin leihen und Hertha ist wieder voll auf Kurs! Danke Udo!

Bildquelle: flickr.com / mikebaird

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.