Warum der FCB weiterkommt

Erhält ab morgen Zuwachs: Der Traurig-Treffpunkt
Erhält ab morgen Zuwachs: Der Traurig-Treffpunkt

„Riesenblamage“ (Karl-Heinz Rummenigge), „Katastrophe“ (Franz Beckenbauer), „Lehrstunde“ (Christian Lell). Nach der 0:4-Pleite des FC Bayern am Mittwoch in Barcelona waren sich alle Experten einig. Selbst Doppelpass-Buddha Udo Lattek soll in der Halbzeit geweint haben. Der Deutsche Meister steht vor dem Aus in der Champions-League. Mauertaktik verrät, warum der FCB weiterkommt.

Doch blicken wir zunächst noch einmal auf die Galavorstellung von Barca im Nou Camp zurück: Besonders in der ersten Halbzeit spielten Messi, Henry, Eto’o und Co gefühlte drei Klassen besser, etwa wie eine Herrenmannschaft, die einem C-Jugend-Team mal zeigt, wo Opa den Most holt. Eine Demonstration von Stärke, deren spielerische Eleganz teilweise schon unheimlich anmutete.

„Nichts ist unmöglich – schon gar nicht für uns!“, verriet Toyota-Fahrer und Berufsoptimist Jürgen Klinsmann noch vor dem Hinspiel. Ein Satz, der für einen wie Klinsmann typisch ist. Aber eben auch einer der Gründe, warum die meisten Bayernfans das Mundwerk voll haben vom sympathischsten Schwiegerschwaben von nebenan, grenzte Klinsis Aussage doch nach dem 1:5 in Wolfsburg an eine gewisse Selbstironie, die beim erfolgsverwöhnten Anhang in einer ohnehin durchwachsenen Saison gar nicht mal so gut ankommt. Es kam dann ja auch, wie es kommen musste. Klinsmann nach der katalanischen Klatsche kleinlaut: „Helm auf und durch!“

Die Hoffnung kocht zwar auf Sparflamme, doch in der Liga hatten die Münchener am Samstag mit Eintracht Frankfurt die Bayern von Mittwoch zu Gast, und so konnten sich Klinsis Kicker endlich mal ein wenig den Frust von der Seele schießen und wieder Selbstvertrauen tanken. Seitdem lautet die Parole: „Mia san wieder wer!“ Außerdem meldete sich mit Lucio der Stabilisator der Innenverteidigung zurück – so kann dann vielleicht ein Einsatz von Breno oder Oddo oder sogar von beiden heute Abend verhindert werden – was Voraussetzung für ein Fußball-Wunder wäre.

Barcas Einspruch gegen die Strafe für Trainer Guardiola ist von der Uefa wenig überraschend abgewiesen worden. So muss der Chefstratege der Katalanen auf der Tribüne Platz nehmen und kann seiner Mannschaft nicht helfen. Ein Riesennachteil für die Spanier, sollten die Bayern wie gegen Frankfurt frühe Tore erzielen. Und das kann durchaus passieren, können die Münchener doch eigentlich befreit aufspielen, weil wirklich niemand mit einem Weiterkommen rechnet oder es gar erwartet.

Bayern gegen Barca, Teil 2 – in Erwägung aller Argumente kommt Mauertaktik zu dem Schluss:

Der FCB(arcelona) wird ungefährdet die nächste Runde erreichen.

Bild: flickr.com / Lord Jim

3 Gedanken zu „Warum der FCB weiterkommt“

  1. Genau, das ist die Einstellung. Jetzt freu ich mich sogar aufs Spiel. Und wenn Prinz Paus tatsächlich auch noch ausfällt, dann glaube ich an das Wunder…

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