Wer stoppt diesen Mann? (Buli-Rückschau)

Flüchtiger Felix M. - Erkennungszeichen grauer Schal
Flüchtiger Felix M. - Erkennungszeichen grauer Schal

Gejagt wird Felix M., männlich, 1,72 m, 74 kg, schlanker Körperbau, gesunder Teint, Brillenträger mit auffallendem Haarteil bulgarischer Machart (ugs. bekannt als „Yordan-Letchkov-Matte“). M. ist elegant gekleidet und trägt gerne Maßanzüge mit Sponsorenaufnähern, an kalten Tagen darüber hinaus einen Schal um den Hals.

Der Gesuchte ist passionierter Jäger, hat bereits mehrere nationale und internationale Auszeichnungen erhalten und trägt stets einige seiner Trophäen mit sich herum. Derzeit soll er ein Rudel Wölfe um sich geschart haben, das extrem hungrig und daher für alle Außenstehenden brandgefährlich ist. M. stehen üppige Bargeldbestände zur Verfügung, die ihm und seinen animalischen Anhängern einen Lebenswandel in größtem Stil ermöglichen. Abgesehen hat es M. nach Polizeiinformationen insbesondere auf Salatschüsseln.

Ein besonderes Verhaltensmuster nach einem Titelgewinn ist aus aktiven Zeiten überliefert: Sitzt M. erst einmal an der Bar, steht er nicht wieder auf. Ab Ende Mai könnte der Gesuchte daher vor allem in geschlossenen Räumen in der Region Niedersachsen aufzuspüren sein. Dann ist besondere Vorsicht geboten. Die Ligapolizei hofft jedoch, dass es nicht zum Äußersten kommt und M. vorzeitig zur Strecke gebracht werden kann. Der zuständige Fahndungsleiter Reinhard Rauball warnt eindringlich: „M. ist zu allem fähig. Er hat bereits mehrere Teams zu Titeln angestiftet – man muss ihm alles zutrauen.“

Weitere Raubzüge hat M. für die kommenden Wochen in der Lausitz und im Schwäbischen angekündigt. Bevorzugt reißt sein Rudel jedoch im Großraum Wolfsburg. Zuletzt gesichtet wurde Rudelführer M. am späten Samstag Nachmittag, als er mit geschätzten 250 Sachen auf der BAB 2 unterwegs war. Sein jüngstes Opfer erlegte er im westdeutschen Raum. Felix M. will sich polizeilichen Ermittlungen zufolge auf den Fußball-Olymp absetzen.

Sachdienliche Hinweise, wie Felix M. und sein tierischer Anhang zu stoppen sind, nehmen die anderen Bundesligisten entgegen. Die SOKOs aus München und Hamburg tappen derzeit noch völlig im Dunkeln.

(Bild: Wikimedia Commons / Dierk Andresen)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.