Schalke 04 nach Fred Rutten: Roadmap to Peace

Quo vadis, Fredericus Jacobus Rutten? Wahrscheinlich direkt in die holländische Heimat. Und zwar „ziemlisch züjisch“, wie Rheinland-Tycoon Calli „Big Boss“ Calmund noch hinzufügen würde. Nicht mehr als zwei Vereinen hatte der treue Schwemmländer in den vergangenen drei Dekaden gedient. Den Schnitt versaut ihm jetzt der FC Schalke. Rutten hätte es wissen müssen, hätte er nur ein wenig gegoogelt. Denn der Deutsche Meister von 1934 verschliss nicht weniger als acht Übungsleiter in den sechs Jahren ante F. R. Der ist nun Numero 9. Wie geht es weiter am Gelsenkirchener Grubenschacht? Die ultimative Roadmap powered by Mauertaktik…

  • Fred Rutten wird beurlaubt. Lothar Matthäus telegrafiert aus Israel sein Desinteresse. Jörg Berger übernimmt bis zum Saisonende. Er bekommt die Assistenten Olaf Thon, Yves Eigenrauch, Sven Kmetsch und Thomas Linke zur Seite gestellt, hat dementsprechend keinerlei Kompetenzen. Jiri Nemec wird Konditionstrainer.
  • Oliver Kahn gibt nach einer kurzen Recherche in den S04-Annalen den Schalke-Verantwortlichen einen Laufpass. Begründung: „In einem Verein, in dem Jens Lehmann gespielt hat, ist kein Platz für den Titan.“
  • Eine Mitgliedervollversammlung wird einberufen, auf der es zu mindestens einem Handgemenge zwischen Vorstandsmitgliedern kommt. Clemens Tönnies tritt daraufhin mit zerzaustem Haar ans Mikrofon und verkündet, dass Schalke eben einfach ein „geiler Verein“ sei und es deswegen ganz normal sei, dass man sich hier um die Posten kloppe.
  • Für die neue Saison zaubert der Aufsichtsrat ein Manager-Trainer-Gespann aus dem blau-weißen Zylinder, das keiner auf der Rechnung hatte: Ex-Abwehrlatte Johan de Kock bricht eine viel versprechende Karriere im „Erwachsenenfilm“ ab und übernimmt zusammen mit seinem zweidimensionalen Sandkastenfreund Alfred Jodocus Kwak.

(Bild: Flickr / User: Bruegge)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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