Die neuen Vereinshymnen sind da!

Nachdem die 11 Freunde die gruseligsten Vereinshymnen zusammengestellt haben, geht Mauertaktik den logisch nächsten Schritt: Wir sammeln Vorschläge für neues Stadionliedgut. Wir orientieren uns da an gestandenen Schlagersängern, die dann nur noch von den Vereinsoffiziellen angefragt werden müssen. Von wegen Servicewüste Deutschland …

FC Bayern München – „Es ist geil, ein Bayer zu sein“: Fangen wir doch beim Rekordmeister in München an. Da könnte man bei Big-Brother-„Nominator“ Christian Anleihen nehmen und das pure Selbstvertrauen in Liedform gießen. Refrain lautet dann ungefähr lauteb  „Es ist ein geil ein Bayer zu sein, es ist geil, so richtig spielstark – wir machen ihn rein“. Der Rest des Textes muss natürlich noch etwas entschärft werden. Statt „denn für mich sprang bei der Hochzeit ein Adelstitel raus, und gibt es ein Problem, dann wird es weggekauft“ könnte man zum Beispiel „denn wir haben ja unser Festgeldkonto- und holen die Champions League, aber pronto“ zu Gehör bringen. Daran muss wohl noch etwas gefeilt werden, oder man greift doch einfach auf einen der Hits des Kaisers zurück … (Link)

VfL Wolfsburg – „Im Volkswagen vor mir“: ratarata ratatatata … Auf einen Kultschlager könnte man in Wolfsburg zurückgreifen. Die Zeiten in denen man über die Wolfsburger Spieler dachte „ich kenne nicht ihre Namen und kenne nicht ihr Ziel“ sind aber wohl längst vorbei. Der VfL-Fan könnte mit diesem Lied von seinen Hoffnungen singen:“Ich träum so in Gedanken, ganz allein und ohne Schranken – und wünscht die schöne Schale wär bei mir „. Aber Entwarnung, sie „fahren die allernächste Abfahrt raus„. (Link)

Bayer Leverkusen – „No no never“: Wer Europa als sportliches Ziel hat muss auch musikalisch auf europäischem Topniveau sein. Letzteres hat die Countrykombo Texas Lightning bereits bewiesen. Nun könnte man mit deren größtem Hit die Leverkusener Vereinshistorie selbstironisch aufarbeiten. „There’s a place we belong – We are always runner-up, but our love is strong“. Dies sammelt nicht nur Sympathiepunkte durch unglaubliche Bescheidenheit, sondern dämpft auch die Erwartungen der eigenen Fans. Genial … (Link)

Schalke 04 – „Das Lied der Schalker“: Ob Vader Abraham den neuen Vereinssong noch selbst einsingen wird ist fraglich, aber die einprägsame Punchline „La la la la la la la la la“ wird schon bald die Arena auf Schalke erobern. Die Anfangszeile des Textes ist natürlich klar:“(V:) Sagt mal, von wo kommt ihr denn her? (A:) Aus Gelsenkirchen, bitte sehr“. Dann wird es schon schwieriger. Eine besondere Herausforderung stellt es dabei dar, durch was man das Verbum „schlumpfen“ ersetzen könnte. „schalken“ würde ich da vorschlagen. (Link)

Bildquelle:

aboutpixel.de / audioanalogspieler © Bernd Boscolo

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

4 Gedanken zu „Die neuen Vereinshymnen sind da!“

  1. Wenn der komische Provinzverein Peter Pander und Wolfgang Wolff reaktivieren würde und der jetzige Tabellenplatz zugrunde gelegt wird, würde auch der Lüdingshausener Rapper und Diskjockey Jens Albert aka „Der Wolf“ mit seinem Superhit „Gibt´s doch gar nicht!“ passen. Und das sogar ohne große Textanpassung.

  2. Auch wenn’s ne abgedroschene Nummer ist – ich bin für Karel Gott’s „Biene Maja“ – allein die folgenden Zeilen sollten sich dich die aktuellen Borussen mal ins Ohren dudeln lassen… dann wüssten sie, dass NordLüdenscheid nicht das Bernabeu ist:

    „In einem unbekannten Land
    Vor gar nicht allzu langer Zeit
    War eine Biene sehr bekannt
    Man sprach von ihr weit und breit.“

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