Schlag den Effe!

„Schlag den Star“ mit Stefan Effenberg. All jene, die das TV-Gerät am Freitag Abend in der Hoffnung angeschaltet hatten, dem „Taischer“ dabei zusehen zu dürfen, wie er sich von Regina Halmich die Nase brechen lässt oder als verkappter „American Gladiator“ ein überdimensioniertes Ohrenstäbchen in die Visage gedonnert bekommt, wurden bitterlich enttäuscht. Nicht nur wurden dem Mann, der seinen Ehering traditionell auf dem Mittelfinger trägt, keinerlei Prügel zuteil. Nein, Effe triumphierte zu allem Überfluss beim Showdown powered by Raab gegen einen harmlosen Weichspüler-Kandidaten und gab sich dabei einmal mehr als Chefprolet der Nation.

Der Ex-Freund von Thomas Strunz lief in der Raab-Show in einem Outfit auf, mit dem er auch als Hauptschulabbrecher am Autoscooter durchgegangen wäre. Sein mit Glitzerzeuch veredeltes Porno-Shirt hatte sich Deutschlands Raubkatze Nummer 1 vorne in die Buchse gestopft – vor allem wohl, um den anwesenden Damen seinen markanten Unterbau zu präsentieren, den er vorher in der Maske mit einem zusammengerollten Handtuch noch etwas aufgepeppt hatte.

Effendi Ben Tiger hatte das Glück, dass sein Gegner die Ausstrahlung eines Christian Wück mitbrachte – und die Fertigkeiten eines Kreisklassekeepers. So konnte der Teilnehmer der WM-Vorbereitung 1994 seine ganze Abgezocktheit ausspielen und mit süffisantem Lächeln auf zehn aufgetürmten Bierkästen sitzend ganz locker durch die Hose atmen, während sein Opponent im Stile eines Thorsten Fink auf ganzer Linie dilettierte.

Den peinlichen Tiefpunkt des Abends setzte dann Claudia Strunz (Lederjacke ist wieder in!), die ihrem Göttergatten nach dessen Endsieg ein feuchtes Liebesgeständnis ins Gesichtsmikro hustete. Effe schien dabei mit Gedanken schon woanders zu sein – vielleicht bei einer Nachbarin oder so…

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

1 Gedanke zu „Schlag den Effe!“

  1. also amBesten hat mir ja die Quiz-Prüfung gefallen – als der Effe mehr Fragezeichen auf der Stirn hatte als ein pubertierender 3KäseHoch:D

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