Zwei Supernasen auf großer Fahrt

Jürgen H. Nuta als Elvis Presley
Jürgen H. Nuta als Elvis Presley

Mauertaktik on the road. Das bedeutet: Fränk von Schleck und Jürgen H. Nuta als siamesische Zwillinge im gleichen Bundeswehrschlafsack, fiese Darmverwesungen durch bayrisches Starkbier… und (der vielleicht größte Skandal): feuchtfröhliche Fraternisierung mit Bayern-Bloggern! Wem jetzt noch nicht übel ist, der ist reif fürs Dschungelcamp! Oder für den ultimativen Roadtrip-Bericht…

Warum, das werden Sie, werte Leser, sich natürlich (und mit Recht!) bereits an dieser Stelle fragen, warum in Gottes Namen lassen die Jungs von Mauertaktik alles stehen und liegen, riskieren den Verlust von Abertausenden Tickerfans, um sich in die Geburtsstadt von Rex Gildo zu begeben? Die Antwort ist dann doch recht einfach: Man köderte uns mit dem schnöden Mammon. In schwebender, runder und flüssiger Form. Und da Mauertaktik alles ist – insbesondere käuflich – zögerten Ulknudel H. Nuta und Blogwart von Schleck keine Sekunde. (Kollege Persico, der Jörg Pilawa der Blogosphäre, hatte dagegen sein 23. Quiz in diesem Kalenderjahr abzumoderieren und verblieb im fernen Berlin).

Um den ehrenvollen Aufenthalt in der Hölle der Löwen nicht zu gefährden, hüllte sich das Mauertaktik-Team vor dem Anpfiff in einen kleidsamen Schafspelz und freute sich beim 0:1 durch den nordischen Halbgott Thor Stajner dann auch nur ganz still und heimlich. Bald nahm ja dann auch wieder alles seinen geregelten Gang und die Bayern-Fans beschimpften die eigenen Spieler nicht mehr ganz so oft… Gute Unterhaltung gab es vor, während und nach dem Spiel vor allem drinnen im Warmen – und natürlich mit den anwesenden Konkurrenten Kollegen.

Hobby-Hool H. Nuta erlebte statt eines sich anbahnenden Herthaloo in der Lausitz dann doch sein persönliches Happy End und lief ab 17.20 Uhr nur noch mit erhobener Pranke und abgebogenen Daumen herum, womit das Arithmetik-Genie (Zahlenraum bis 10) den Punktevorsprung seines Lieblingsclubs zu verkörpern suchte. Im Überschwang der Freude ellbogte der bierselige Edelblogger auf dem Klorückweg dann fast noch Ex-Bomber Gerd Müller ins Nirwana, der den Zusammenstoß mit der preußischen Urgewalt gerade noch vermeiden konnte.

Aus der Arena ging es mit dem Kaiser-Heli direkt in einen Braukeller in der Innenstadt, wo der King persönlich das Starkbierfass anstach und selbst Belletristik-Papst Günter Grass (laut H. Nuta Autor der Schiri-Biografie „Der Krug“) mit seinem Alltime-Favourite „Heartbreak Hotel“ zu Tränen rührte. Starkbierfanatiker Nuta verteilte emsig Mauertaktik-Flyer an Senioren am Nebentisch und konnte im weiteren Abendverlauf nur mit körperlicher Gewalt von einem Gang auf die Tanzfläche abgehalten werden. Stattdessen diskutierte das Mauertaktik-Team fleißig mit der Crème de la Crème der BayernBlogger – was weitgehend friedlich ablief.

Der Rest ist schnell erzählt. Nachdem Elvis sein drittes Da capo geschmettert hatte, trollten sich die Mauertaktiker, verkrochen sich in ihren Neuperlacher Partnerschlafsack, und nahmen am nächsten Tag – nach einem leckeren Mahl beim Chinamann – den kürzesten Weg zurück in die Hauptstadt.

War schön jewesen.

Bild: (c) Wikimedia Commons

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

7 Gedanken zu „Zwei Supernasen auf großer Fahrt“

  1. Mein persönliches Lieblingszitat aus dem Artikel:…“Durch die fehlende Nase fällt „Nuta“ auch das Schnüffeln schwer und die hervorstehenden Zähne strahlen gegenüber anderen …ungewollte Aggressivität aus“

  2. In Bayern sind sie einfach zuhause – die Könige. Und wenn King Frooonck schon nicht ran kann, dann muss eben _der_ King aushelfen.

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