Hast Du Töne (VII)

Die blau-weiße Dame aus der Hauptstadt erweist sich auf ihre alten Tage als äußerst rüstig. Der Berliner Sportclub schaut derzeit von ganz oben auf die Liga herab und zum ersten Mal seit Micha Preetzens Tagen schwappt so etwas wie Euphorie durch die Berliner Fanszene. Selbst 11-Freunde-Papst Philipp Köster will eine Kardinalzäsur in der Wahrnehmung der Hertha in der Hauptstadt ausgemacht haben. Sogar Zugezogene aus „Westdeutschland“ jubelten nun für die Blauweißen: „Das war noch nie da.“

Ein Song hat binnen kurzer Zeit in der Herthakurve Kultstatus erreicht… Hier zunächst die A-Capella-Version, eingesungen von den Schöneberger Sängerknaben im Opernhaus Wolfsburg:

Die musikalische Grundlage für diesen Berliner Gassenhauer hat eine bizarre Proll-Kombo namens „Frauenarzt und Manny Marc“ auf Vinyl gebannt. Das fieseste Musik-Duo seit „Marky Mark feat. Prince Ital Joe“ präsentiert sein gesamtes Potpourri auf der Scheibe „Atzen Musik Vol. 1“ und hat alle für den 23. Mai geplanten Gang Bangs und Drive-By-Shootings vorsorglich abgesagt. Da könnte nämlich für die Jungs ein Live-Termin auf dem Balkon des Roten Rathauses anstehen… „Das geht ab!“

Übrigens: Auch an 80er-Jahre-Krachern vergreift sich die Gynäkologen-Combo. Für ihren Song „Florida Lady“ coverte sie, wie jeder Kenner dieser Zeit rasch erkennt, den Fancy-Hit „Slice Me Nice“ (u.a. auf dem Sampler Sparkassen-Hits ’85 zu finden)…

LATE UPDATE: Mittlerweile haben die zwei Musikgenies nachgelegt und eine neue „Hertha-Version“ ihres Hits eingesungen. Demnächst wird dann wohl noch Harald Juhnke exhumiert, um dem BSC seinen musikalischen Segen zu erteilen…

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

5 Gedanken zu „Hast Du Töne (VII)“

  1. Yeah, beschalle gerade ganz München mit Atzenmucke!!! Und im Video ist auch ein Dr. House-Klon am Start. Geiler Scheiß!

  2. Pingback: Jetzt geht’s ab

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