Willi Konrad: Telekolleg Aggressionsbewältigung

Heute wollen wir einen Klassiker unter den im WWW kursierenden Videos mit Fußballbezug aus der Mottenkiste holen. Der Clip mit dem vielsagenden Titel „Schweizgeld“ (oft auch unter „Sie Drecksschwein“ zu finden) gibt einen Einblick in die einfühlsame Art des ehemaligen technischen Direktors von Dynamo Dresden, Willi Konrad († 2005). Er war im Dunstkreis des dubiosen Geschäftsmannes und Dynamo-Präsidenten Rolf-Jürgen Otto Mitte der 90er nach Sachsen gekommen, um den ostdeutschen Traditionsverein zu retten. Das klappte nicht so ganz.

Konrad verkörperte als ebenso passionierter wie windiger und korrupter Unternehmer den Typus Mäzen, der eine ganze Armee von Kleinstadtvereinen in Ost- wie auch Westdeutschland auf dem Gewissen hat. Er war, wie es die Berliner Zeitung einst formulierte, ein Typ, „der Goldketten trägt und Fußballturniere in Bangkok und Schanghai organisiert.“ In gewisser Weise ist nachfolgender Clip eine verknappte Biographie des handfesten Hessen, der bereits in den Bundesligaskandal von 1971 als Geschäftsführer der Offenbacher Kickers verwickelt war und dann auch in Dresden vor lästigen Fragen nicht gefeit war (wie hier zu sehen). Ring frei für Konrad vs. Reporter:

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

7 Gedanken zu „Willi Konrad: Telekolleg Aggressionsbewältigung“

  1. „Haben Sie einen Grund? Sie Dreckschwein!“

    Wäre im Zeitalter von Hopp und gediegener Berichterstattung der Medien (leider!) undenkbar.

  2. Der Konrad war auf alle Fälle jemand, mit dem man keinen Streit haben möchte. Da fragt er den Reporter doch allen ernstes, mit welchem Recht er ihm eine solche Frage stellt. Ist das nicht der Job aller Reporter unangenehme Fragen zu stellen? Der gute Mann sollte sich mal in Aggressionsbewältigung üben, lernen seine Wut unter Kontrolle zu bringen und den Reporter seine Arbeit tun lassen, statt eine solche Show abzuziehen und ihm Gewalt anzudrohen. Aber die Geschichte des Konrad hat sich anscheinend ja ganz von selbst erledigt. Kommt Zeit, kommt Rat … 😉

  3. Da wird der kleine Schreibtischnapoleon aber ploetzlich ganz kleinlaut… und irgendwie verschweigt er uns auch woher er denn nun das Recht hat eine solche Frage zu stellen

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