Wenn vier sich streiten, freuen sich die Bayern…

Der 19. Spieltag ist gespielt und die Liga hat einen klaren Tagessieger. Was gestern Nachmittag bereits an diversen Stammtischen geunkt wurde, ist dann also Gewissheit geworden: Die spielen wieder alle für die Bayern! Und der FCB hat dieses Angebot dann auch gerade auf die ihm typische Art und Weise dankend angenommen: Mit einem Sieg kurz vor Schluß. Und ist nun lachender Tabellenzweiter.

Genau wegen solcher Situationen gibt es beim Thema FC Bayern nur schwarz oder weiß. Entweder man ist Fan oder diesem „Scheißverein“ (A. Frege aka Campino) spinnefeind. Dabei ist es völlig uninteressant, dass die Bayern gegen Dortmund hochhaushoch überlegen waren und im Endeffekt mehr als verdient gewonnen haben. Es ist auch völlig egal, dass die Konkurrenz (Hoffenheim, Hertha, HSV („Triple H„)) an durchaus machbaren Aufgaben (Gladbach, Bielefeld, Karlsruhe) scheiterten und somit am aktuellen Szenario selbst Schuld sind.

Nein, daran denkt morgen keiner mehr. Alles, was hängen bleibt, ist der vielbeschriebene Bayern-Dusel, der einen diesen Verein noch mehr hassen (oder eben lieben) lässt. Es ist übrigens kurios, dass der Bayern-Dusel immer genau in solchen Big-Point-Situationen zutage tritt. Die Bayern hätten doch auch einfach ganz normal gewinnen können. So hat sich halb Fußball-Deutschland bis zur 88. Minute gefreut, dass auch die Bayern Federn lassen, und dann zackbumm: Tor für Bayern. Bei den Fans selbstverliebte Freude, sonst kollektives Abkotzen. Bäh!

Verstärkt wird dieses Hass-Gefühl natürlich noch durch – nun ja – vielleicht nicht unbedingt Neid, aber doch der Einsicht, dass die eigene Mannschaft leider noch nicht so weit ist, um dauerhaft oben mitzuspielen. Ich lass mich da natürlich gerne nächste Woche Lügen strafen…

(Bild: aboutpixel.de / schmidt.koeln)

2 Gedanken zu „Wenn vier sich streiten, freuen sich die Bayern…“

  1. …kann mir eigentlich jemand mal die Debatte um den Treter Pince-Kevin erklären?

    gut, ich bin jetzt ein wenig befangen – weil DOrtmunder – aber so wie ich den „fiesen Tritt“ von Prince-Kevin gesehn hab: rutscht der Miro doch dem Prince-Kevin von hinten in dieBeine+denBall …was natürlich den Prince-Kevin völlig überrascht hat, weil er nicht damit rechnet, dass es auch (offensive) Bundesliga-Spieler gibt, die hinten (grätschend) aushelfen. Klar das man da als Spieler ein weing aus dem Tritt kommt und die Beine des Gegenspieler stolpert/trampelt

    also ich konnte da beileibe kein Foul erkennen

    außerdem: zitiere ich in solchen Fälle immer wieder gerne aus dem Meisterwerk des Ruhrpott-Chef-Dokumentaristen, Peter Thorwarth – Bang Boom Bang: „Was muss der auch seinen Pimmel in meinen Ball halten?!!“

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