Winterlicher Wechselwalzer

Winterzeit – Wechselzeit. In diesem Jahr wartete die Bundesliga, so scheint es, mit mehr Last-Minute-Transfers denn ever auf. Krzynowek nach Hannover, Gekas auf die Insel, dafür Charisteas wie auch Tonio Kröger Kroos nach Kusen, Streit nach Hamburg – eine kleine Auswahl der wichtigsten Wechsel.

Aus Perspektive des Mauertaktik-Gespanns sind zwei Abgänge besonders schmerzvoll. Denn sowohl Fabs Ernst, eine der unsympathischeren Glatzen der Liga und Puszta-Huszti, der Powerzwerg aus dem Gulaschland, waren emsige und gern gesehene Protagonisten bei den Mauertaktickern der Hinrunde.

Bereits am 4. Spieltag trat sich der Schalker Skinhead in die Herzen von Persico, Nuta und Schleck, als er im Revierderby achtkant vom Platz flog. Am ersten Spieltag der Rückrunde, im Spiel der Schalker bei Hannover 96, das – wie wir nun wissen – Ernsts vorerst letzter Auftritt im königsblauen Jersey war, stand er erneut im Mittelpunkt, als er sich die blutende Kopfhaut mit Tierpflastern überkleben ließ. Die findige Mauertaktik-Crew hatte natürlich sofort den wahren Grund erkannt – das Runen-Tattoo der gewaltbereiten Pott-Sau hatte den Unparteiischen verärgert. Nun verlässt Ernst per Notrutsche das schlingernde Schalke-Schiff gen Istanbul.

Viel friedvoller und filigraner erspielte sich „Huszti-Schlumpf“, wie der kleine Ungar in Diensten von Hannover einst von Franco Persico getauft wurde, die Aufmerksamkeit des Taktik-Trios. Den Glanzpunkt setzte der Mann mit „jeder Mege Paprika im Blut“ am 6. Spieltag mit seinem Treffer gegen die Münchner Bayern. Nun zieht es den Karpatenknaller an die Newamündung. Viel Glück, Junge – wir werden dich vermissen!

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Winterlicher Wechselwalzer“

  1. HAALLOOOO!!leute

    was ist aus der „neuenSachlichkeit“ geworden??

    hier wird ja schon wieder rumgeschwurbelt (wie in alten Zeiten)
    da hilft auch alles HP-FaceLifting nichts!!!

    Fabsi Ernst=“gewaltbereiten Pott-Sau“ – der Typ is doch in Hannover geboren – wie soll’n der da ne POTTsau sein??
    Dieses Attribut stehen nur den Großen der GANZgroßen zu: Joachim Hopp, Thomas Kempe oder Michael Steinbrecher – halt Männern, die sich morgens noch ne Kniffte mit zur Arbeit nehmen und abends die gute alte Staublunge mit nem ordentlichen Stern-Pils ausgurgeln

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