Pante muss bleiben

(c) wikimedia commons
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Was haben Piotr Reiss, Luizao, Artur Wichniarek, Vaclav Sverkos, Tobias Grahn, Srdjan Lakic und Solomon Okoronkwo gemeinsam? Richtig, es sind grandiose Sturmverpflichtungen der Hertha, die den Verein so richtig nach vorne gebracht haben. Im Kontrast zu diesen Namen steht der von Marko Pantelić. Was unterscheidet ihn von den anderen? Gut, zum einen hat er die bessere Frise. Zum anderen hat Pantelić Tore für Hertha geschossen – und das nicht zu knapp. Das Spiel gegen Frankfurt hat wieder einmal gezeigt: Pante braucht nicht einmal eine Torchance um ein Tor zu erzielen, er braucht nur den Ball.

Wie kommt es nun dazu, dass es überhaupt zur Diskussion steht, dass er im Sommer gehen muss? Ist es die „andere Seite“ des Marko Pantelić. Die Seite, die 4 Elfer in Serie verschossen hat? Dass er kein Privileg auf das Verschießen eines Elfers hat, wurde auch am Samstag wieder klar. Sind seine Forderungen in den Vertragsverhandlungen so absurd? Das ist natürlich schwierig zu beurteilen. Aber ein Verdacht liegt doch sehr nahe: Lucien Favre will nicht mehr mit Pante arbeiten. Das beruht angeblich nicht nur auf menschlichen Differenzen, sondern soll auch mit Favres fußballtaktischen Vorstellungen zusammenhängen.

Objektiv scheint es aber vielmehr so, dass sich der Favresche Systemfußball ganz gut mit den Vollstreckerqualitäten des „Tor-Panthers“ ergänzt. Das müsste auch Favre spätestens beim „Advent“ des Pante im UEFA-Cup-Spiel gegen Lissabon bewusst geworden sein. Denn es bleibt die entscheidende Frage: Wer soll ihn denn ersetzen? Raketen-Domo? Wohl eher nicht. Also Herr Favre:

Schau auf diese Mannschaft und erkenne, daß Du diesen Spieler nicht preisgeben darfst und nicht preisgeben kannst! Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis diese Meisterschaft gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

4 Gedanken zu „Pante muss bleiben“

  1. Ich denke auch, dass Hertha unbedingt an Pantelic festhalten sollte. Er hat sicher keinen einfachen Charakter, ansonsten hätte er in seiner Karriere nicht 8 Vereine gewechselt. In Berlin scheint es ihm allerdings zu gefallen! Problematisch könnte es nur werden, wenn sich auch die Mannschaft gegen ihn stellt. Das Problem sehe ich derzeit aber nicht.

  2. also meines erachtens is pante so ziemlich einer der unangenehmsten spieler der liga und ich kann ihn und seine art nicht leiden. nicht zuletzt dieser weinerliche gesichtsausdruck und das rumgenöhle mit den schiris. aber eins is klar er is und bleib der TOR-PANTHER und den brauch wir ohne wenn und aber.

  3. Der darf nur bleiben, wenn er sich seine Perle am Auge und die Reste vom Frühstück neben dem Mund entfernen läßt! Kein Wunder, dass keiner zu Hertha geht, wenn der „Liebling der Massen“ so aussieht.

    Ich persönlich, werde dem keine Träne nachweinen und angesichts der Unterdeckung des Etats und der unausweichlichen 2Mio Einsparung bei den Ausgaben für den Kader der kommenden Saison, halte alles andere als den ziehen zu lassen für Schwachsinn. Bin sogar der Meinung, dass er in keinster Weise fehlen wird, das Team noch besser und schwerer auszurechnen wird. Herrn Favre darf man sicherlich vertrauen, wenn er glaubt ohne ihn auszukommen – zumindest wenn man glaub, dass der Fortschritt der vergangenen 1 1/2 Jahre durchaus mal mit sportlicher Kompetenz zu tun hat.

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