Vize-Michi ist auf Kurs (Neues von der Insel)

Ein kurzer Blick auf die aktuelle Tabelle der Premier League verschaffte Beruhigung.

Denn: Der Vize-Capitano ist auf Kurs. Rang Zwei mit dem FC Chelsea, bereits mit zwei Punkten und einem Spiel Rückstand auf ManU.

Es läuft also derzeit alles darauf hinaus, dass sich der unvollendetste Balltreter aller Zeiten am Ende dieser Spielzeit mindestens eine weitere Vizekerbe in seinen Kolben schnitzen kann.

Doch wie oft war der sympathische Loser aus Karl-Marx-Stadt eigentlich insgesamt schon Zweiter? Wollen mal sehen…

Vizemeister war er je zwei Mal mit Leverkusen und Chelsea, die Champions League vergeigte er mit beiden Clubs je ein Mal, dazu kommen je ein zweiter Platz bei einer EM und WM. Macht schon mal acht. Achja, dann war da noch der DFB-Pokal 2002 mit Kusen, also neun. Und zählen wir, etwas ungerechterweise, auch noch den englischen Supercup, den FA Community Shield 2007/08 dazu, bei dem die „Wade der Nation“ verletzungsbedingt nicht dabei war, kommen wir auf stattliche 10 Vize-Titel. Wir nehmen einfach mal an, dass auch mit ihm damals das Elfmeterschießen gegen den Gegner Manchester nicht anders verlaufen wäre… Dafür zählen wir den Vize-Titel mit dem FC Bayern 2004 gnädigerweise mal nicht mit.

Gewonnen hat der gute Mann auch was. Meister geworden ist der Michi nämlich außer 1998 mit Kaiserslautern (wo er zu der Zeit jedoch keine nennenswerte Rolle spielte) noch ein paar Mal mit den Bayern. Das gilt natürlich nicht. Denn mit den Bayern Meister wurden auch Marcel Witeczek, Bernd Dreher und Pablo Thiam.

Drei bis acht zweite Plätze sind nach Mauertaktik-Hochrechnungen ab jetzt noch drin. Die WM 2010 ist ja auch nicht mehr fern…

(Bild: Wikimedia Commons)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

4 Gedanken zu „Vize-Michi ist auf Kurs (Neues von der Insel)“

  1. Du bist überhaupt gar kein guter Mensch. Hier ganz offen zu behaupten, dass Deutschland 2010 nicht Fußballweltmeister wird, sondern nur Vize ist in Ermangelung jeglicher Grundlage nicht nur schlimm, sondern vielmehr ein Affront gegen den allgemein gültigen, gesunden Fußballsachverstand.

  2. Dann sollten wir schon jetzt die Unterschriftenaktion starten und den Rücktritt vom Michi vor Sommer 2010 forcieren…

  3. Maikel Bälläck is se best. Vielleicht hilfts, wenn er Vize-Capitano wird… Ich fänd eh Timbo Wiese viel viel besser als Kapitän!

  4. „Dann sollten wir schon jetzt die Unterschriftenaktion starten und den Rücktritt vom Michi vor Sommer 2010 forcieren…“

    Unbedingt!
    Am besten tritt er das Amt an seinen ganz speziellen Lieblingsspezi Frings ab. Der Lutscher wird auch mit 24 gebrochenen Einzelrippen plus amputiertem Unterschenkel noch eisern ueber den Platz humpeln und so arrogante Juenglinge wie C.R. und Fernando Torres zaertlich vom gruenen Rasen graetschen, nur um dann wegen irgendeiner (realen oder imaginaeren) Taetlichkeit fuer das Endspiel gesperrt zu werden.
    Das wiederum hat mindestens den doppelten emotionalen „jetzt-erst-recht!“- Effekt von der Verbannung Loews vor dem Portugalspiel; und wir knallen den jeweiligen Endgegner dann mit Schmackes durch die Stadionwand und holen den Pokal.

    Entweder das, oder Schweinsteiger so lange die Supernanny auf den Hals hetzen, bis er endlich und ohne „Poldi&Schweini“® -Rueckfallgefahr erwachsen geworden ist und das Team als „Leitwolf“™ versiert und zuverlaessig fuehren kann.

    Oder Metzelder, dann haben wir wenigstens zwei Wochen lang schoene Interviews und Pressekonferenzen fuer den Adel des deutschen Sportjournalismus von Zeit, SZ und FAZ…

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