Best of Mauertakti(c)ker (3/3)

Mauertakti(c)ker, die Dritte! Zum Abschluss unseres großen Ticker-Backflashs steht zunächst Edelfeder Jürgen „Jay-Jay“ H. Nuta im Mittelpunkt. Sticheleien zwischen den Akteuren, absurde Joki und abschließend das Spiel der Hinrunde stehen heute auf dem Tableau.

Nur noch zwei Tage bis zur Rückrunde!

Mauertaktik-Volontär Jürgen H. Nuta erwarb sich im Laufe der Vorrunde den Ruf als „Mann fürs Grobe.“

Die Trikots der Cottbuser sind genauso häßlich wie die Lausitz – nur in Farbe. Kleiner Derbyscherz. (…) Hertha-Frosch H.Nuta fordert “Keine Stadionwurst für Sorben!” (…) In Bremen zeigt der Schiri dem halbschönen Özil die rote Karte. Was ein Arschloch. der 87-jährige Zdebel foult, der Bremer sieht rot! Ja sicher, Fußball-Mafia DFB!! (…) Die Klippschule hat Ausgang: An den Nebentisch hat sich gerade ein -nennen wir ihn – Mann gesetzt, der mit wirren Fangesängen Unruhe in den Schankraum brachte. (…) Schalke mit Trauerflor wegen Charly Neumanns Tod. Fieser Kalauer von H. Nuta: „Rafinha denkt, er ist heut Käptn!“

… und hatte am 17. Spieltag seinen großen Auftritt im Berliner Olympiastadion!

Hertha-Frosch Jay-Jay H. Nuta zündet derweil keine Verbalbengalos sondern verfolgt das Duell der brüderlichen Liebe Hertha vs. KSC im Olympiastadion. (…) Es geht nach Berlin. Wo der Mann fürs Grobe bei Mauertaktik, Jay-Jay H. Nuta, eingeblendet wird. Er hat sich den nackten Oberkörper (haarlos, unförmig) mit blau-weißer Fingerfarbe eingeschmiert und bietet einmal mehr seine Bodybuilder-Nummer „Amboss der Rabiator“ feil. Der Premieremann lacht sich scheckig. Und das 2:0 für die Hertha!! Der KSC in Trance, die Abwehrreihe sah H. Nuta auf der Videoleinwand, lag lachend am Boden, das nutzt Raketen-Domo aus und netzt eiskalt ein! (…) Jürgen H. Nuta macht den Flitzer! Er lässt Drobny und Ordner aussteigen und springt ins Netz des Hertha-Tors. Denn es steht 3:0 für die Hechta. Das Spiel ist noch unterbrochen, während der Mauertaktik-Redakteur nun sorgsam aus dem Netz gepellt wird.

Ab und an wurden die Kalauer unterirdisch:

Schokomilch-Freund Cacau schießt knapp am Dortmunder Gehäuse vorbei. (…) Rote Karte in Bochum! Yahia muß duschen- “Nein”-hia denkt sich der Bochum-Fan. (…) §:? , kleiner Tastatur-Feststelltasten-Jokus, 3:0 und Halbzeit.

Die Nationalitäten der Spieler wurden geschickt in die Berichterstattung eingebunden:

Huszti holt aus 30 Metern die Gulaschkanone raus!

Wenn die Spiele verflachten, nahmen sich die drei Edelfedern gegenseitig aufs Korn:

Auch v. Schleck hat irgendwie Hummeln im Hintern. Dabei ist doch heute gar keine zweite Liga… (…) Persico soll übernehmen, steht aber wie Falschgeld am Tresen. Der Barista ist weg. (…) H. Nuta faselt Grammatikquatsch, trinkt dann aber doch lieber noch ein Bier. (…) H. Nuta blättert in den Kneipen-Spieltag-Tipps. Der Glücksritter stellt fest, dass er wieder mal auf Null-Punkte-Kurs ist… (…) Basti behauptet, dass „Beneluchs“ von Schleck nach Luchs riecht. Frechheit. Und stimmt nicht. (…) Ronaldinho wird in Cottbus als Neuzugang vorgestellt. Fränk v. Schleck versteht den Witz nicht und fällt vom Glauben ab. Oh mein Gott. (…) Kollege Persico stopft sich gerade noch nährstoffentleerten Müll in den Astralkörper.

Spitznamen-Gags standen stets hoch im Kurs.

Lattenkracher von Wolfsburg! Die inzwischen zurückliegenden Niedersachsen setzen durch den “Schäfer unter Wölfen” ein Ding an den Querbalken. (…) Renate Auguste ballert drauf, Killer-Miller mit Flugeinlage. (…) „Markus“ Marin bis jetzt der Held auf der Alm für Meyers Mannen. (…) Hamburg kapituliert in Berlin, bringt jetzt Mitropa. (…) Schalkerin Steffi Jones fliegt. (…) Carlos Santana mit feinem Riff. (…) Der gebürtige Ire O’Basi schiebt flach ein. (…) Der Leverkusener Gamer Dum 3 senst in den Gegner und sieht Gelb. (…) „Herr von Bödefeld“, wie H. Nuta die Arminen aus Ostwestfalen gerne nennt, trifft auf der Alm auf Labbadias Leverkusener. (…) Motzki Sammer wurde mal wieder als Experte für Fleischwunden und Verbalausfälle ins Premiere-Studio berufen. (…) Tooor in Frankfurt. Manni, der Libero(poulus) zum 1:0! (…) Ayrton McKenna fliegt. Köln nun zu zehnt. (…) Ex-Milliardär Franjo Poothico übernimmt zeitgleich mit dem Ankick. (…) “Johann” Nicu (le chef) mit schöner Abnahme nach Cicero-Flanke. (…) Wir reichen noch den Cottbusser Ausgleichsschützen nach: Der tapsige Panda Shao war’s. (…) Schweini bei den Bayern raus, Andreas Trottl dafür im Spiel.

Auch bei anderen Genres wurde sich kreativ bedient:

Und hier geht das Bremer Schlachtfest direkt weiter. Pizarro holt zum dritten Mal das Bolzenschussgerät raus. 4:0. No country for hessisch men.

Die Spieler selbst gaben oft die Steilvorlage zu leicht verwertbaren Kalauern:

Der kleine Dribbel-Franzose spielt mit Fäustlingen (sic!). Ob er auch Zahnspange und Geldkatze um den Hals hängen hat, ist nicht zu erkennen.

Zum krönenden Abschluss das Spiel der Hinrunde, das 5:4 der Bremer über Hoffenheim. Die Schlussphase in den Worten der Mauertaktik-Redaktion:

Elfmeter in Bremen! Für Hoffenheim: Ibisevic macht ihn sicher rein. 4:3, Das ist Klasse, das macht Laune! Jetzt Spannung pur! (…) Bremen! Platzverweis für Mertesacker! Jetzt gehts hier noch runder! Salihovic tritt zum Freistoß an … den Bremern geht der Kackstift – aber drüber … (…) Der Wahnsinn! 4:4 in Bremen! Compper köpft rein. Aber der “Drops ist noch nicht gelutscht”, weiß H. Nuta (…) TOOOOOOOOOOOOOOOR in Bremen. Özil macht den Hattrick- letzte Woche gegen München, heute zweimal, immer das gleiche Tor. Kollege Persico hat da seine ganz eigene Theorie, Özil habe “einen neuen Schuß erfunden, der nicht haltbar ist”. Wenn das stimmt, zahl ich die nächste Runde. (…) Frings kämpft mit Bremen um den Sieg. Der Lutscher nur noch knapp über der Grasnarbe. Und Schluß!!! Werder Bremen gewinnt in einem Wahnsinnsspiel 5:4.

Neue Heldentaten gibt es dann am Samstag, wenn die Redaktion live vom 18. Spieltag berichtet!

Bis dahin – tschüs.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.