Best of Mauertakti(c)ker (1/3)

Vor dem Start der Rückrunde bleibt noch Zeit zurückzublicken auf das beliebteste Format auf diesem unserem bescheidenen Zentralorgan, den Mauertakti(c)ker. Samstag für Samstag kamen Persico, H. Nuta und Schleck zu Kaffee und Bier zusammen und schossen jede Menge Live-Kalauer zu den Bundesliga-Partien auf die heimischen Web-Empfänger. Die Highlights der Hinrunde – in drei Teilen…

Am 4. Spieltag ging das Mauertaktik-Team zum ersten Mal live auf Sendung. Hier noch einmal die ersten, mittlerweile historischen Worte, die das Gespann ins Tastenbrett hämmerte:

Die Redaktion hat sich im Vereinsheim an der Eisenacher Straße versammelt und wird mit Argusaugen die von Mauertaktik-Exklusivpartner Premiere zur Verfügung gestellten Bilder aus den sechs Stadien verfolgen. Sechs verquollene Augen, ebenso viele Kameraperspektiven. Das Premiere-Abo ist bezahlt, das WLAN flutscht, die alkoholfreien Getränke sind geordert: Es kann losgehen…

Und gleich im ersten Ticker ging es hoch her.

Kurze Schrecksekunde in der Redaktion: Das Netzkabel des Laptop raucht! Aber nein, es ist nur Dauerqualmer Hanuta. Derweil hoppelt eine Eichkatze durchs Westfalenstadion. Ein packendes Derby. Kollege Persico hat dazu seine eigene Theorie. “Das war Rafinha”, weiß der BVB-Großaktionär.

Von Zeit zu Zeit wurden die drei Mauertaktierer Zeugen schier magischer Taten:

Vielversprechende Freistoßsituation in Bremen. Der Ball ist praktisch schon drin, Diego muß nur noch schießen. Tremmel narrt den Brasilianer und verschiebt blitzschnell das Gehäuse um 5 cm. Frech!

Eine Konstante wies der Mauertakticker auf: Eiserne Objektivität. Beispiele?

Gleiche Minute, Schlacke 05 trifft durch Rafinha, der laut Persico “schon längst vom Platz gehört hätte.” (…) Blende nach Dortmund. H. Nuta fordert auch noch Rot für “Charaktersau” Rafinha. (…) TOOOR in Dortmund. “Flip” Santana köpft unfair resp. laut Persico “völlig regelkonform” gegen Lehmann ein. (…) Hertha weiter sehr souverän und mit “Auge”. Neuville wird nicht am Schuss gehindert, da der ja sowieso nur gegen den Pfosten geht. (…) Mladen Petric köpft nach einer Ecke ein. Wird von BVB-Aktionär Persico und Schwatz-Gelb-Ultra Grimm als „Judas“ resp. „Glatzkopp“ verunglimpft. (…) Die Führung für Heckings Mannen. Es trifft der Antichrist aller Fußball-Ästheten, der Günter Hermann der WM 2006, Mike Hanke.

Die Sympathien beim Duell Bayern – Werder am 5. Spieltag waren klar verteilt. Hier ein paar Highlights dieses legendären 2:5.

Jawollo! “Das ist ja vogelwild”, weiß Premieremann Dittmann. 2:0 für Bremen in München. (…) TOOOOOOOOR in Monaco. Özil setzt einen Strahl in den Knick. 3:0 für Bremen. Bitte kneifen! Uli Hoeneß’ Gesichtsfarbe gleicht Klinsis Jacke. (…) TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR in München. Pizza stochert am Michi vorbei. Im Vereinsheim traut man seinen Augen nicht. Werderfreund H. Nuta ist auf Wolke sieben … der SVW jetzt mit Hacke, Spitze, 1, 2, 3 (…) TOOOOOOOOOOOOOOOOR in München. Rensing versucht es selbst, Rosenberg klaut ihm das Tor. Der schöne Tim schlägt Purzelbäume im eigenen Strafraum. Der Wahnsinn!! (…) TOR in München. 6:0 durch Borowski, ach nee, 1:5. Geht da noch was? Natürlich nicht. (…) Das Spiel ist aus! Bremen gewinnt 5:2! Unglaubliches Spiel. “Nach dem Spielverlauf nur eine Frage der Höhe”, konstatiert Kai Dittmann.

Überhaupt, die Bayern, sie strauchelten von Blamage zu Blamierheit zu Beginn dieser Spielzeit:

TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR in Hannover. Huszti-Schlumpf erwischt die Bayern eiskalt. Der Puszta-Sohn mit jeder Menge Paprika im Blut läßt Rensing alt aussehen. Isser eigentlich gar nicht. (…) VfL Golfsburg ist in der Offensive, ballert aber über das Gehäuse. “Fronkk” ist noch nicht “der Alte” (ZDF 19:25 Uhr) (…) 1:0 fürs Wolfsburg! Die Bayern liegen zurück! ein inzwischen vertrautes, aber immer noch sehr schönes Gefühl.

Aber nicht nur „Hochlichter“ gab es zu bestaunen. Was gesagt werden musste, wurde dann gesagt:

Fast was Gefährliches von Bielefeld. Dieses Spiel ist wirklich langweilig. (…) Das Spiel in Cottbus ist so langweilig, daß der Premieremann mit wildem Zahlen-Hokuspokus aufwartet: Cottbus saisonübergreifend seit über 8 Stunden ohne Torerfolg. (…) Weiterhin gepflegte Langeweile in Bielefeld. An dieser Stelle soll dann auch nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei “Bielefeld” um eine Erfindung der Medien handelt. Jetzt Abseits! Super! (…) “Kein schönes Spiel in Cottbus.” Ach was…

Die Halbzeitpause wurde für diverse Aktivitäten genutzt:

Die Halbzeitstände lösen in der Katerrunde Brechreiz aus. Persico telefoniert draußen mit seinem Broker, gestikuliert wild. H. Nuta beschimpft Hertha. (…) Ottmar Hitzfeld im Studio bei Basti Hellboy. Wir hören leider überhaupt nix, weil H. Nuta die Karaoke-Version von “Ganz in weiß” performt.

Immer wieder für ein Highlight gut waren die Premiere-„Experten.“

Matze Sammer, heute mit modischer Brille, kommentiert Subotics Aussetzer in der für ihn typisch lakonischen Art: “Das ist Blackout.” (Zunächst denken wir, er meint sich selbst.) (…) Im Premierestudio will der Kaiser nicht so richtig seine Meinung zu den Highlights aus Halbzeit eins äußern. Er wirkt ähnlich versoffen wie Kollege Persico. (…) Premiere-Experte an diesem Wochenende ist Stefan Effenberg – heute mit Tiger-Intimfrisur. Ton aus -danke! (…) Schon geht es zurück ins Studio. Hier heute zu Gast Ex-Schalke-Trainerin Marietta Slomka. (…) Mike Franz wird in der Halbzeit interviewt, doch der Kategorie-C-Fan hat echt keinen Bock.

Morgen geht’s weiter mit Teil 2 des Ticker-Rückblicks

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

6 Gedanken zu „Best of Mauertakti(c)ker (1/3)“

  1. ick will mal wieder ne mauertaktik elf, zum beispiel die elf besten schnurrbartträger, oder die elf größten alkis oder so.
    macht das gefälligst sonst gibts kloppe
    p.s. frech, dass ich hier immer meine mailadresse eingeben muss

  2. Wenn Du vom selben Rechner aus die Kommentare hinterlässt, sollte er sich die Formulardaten merken. Die nächste Mauertaktik-Elf kommt sicherlich bald! 😉 Sa. biste Ehrengast beim Ticker?

  3. Also als kleiner Tipp: Den letzten Kommentar haste laut IP aus der Zahnklinik Uni Würzburg abgegeben. 😀

  4. Also eure Ticker sind schon was besonderes … Lese ich mir auch gerne im Nachhinein durch. Einfach weiter so!

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