Bam Bam und der Matador

Sie nannten ihn "Bam Bam"
Sie nannten ihn Bam-Bam

Der chilenische Fußball befindet sich nach langer Zeit wieder im Aufwind. In der WM-Qualifikation befindet man sich auf einem Qualifikationsrang für die Weltmeisterschaft in Südafrika. Und aus chilenischer Sicht wohl das Beste: im letzten Spiel konnte Argentinien mit 1:0 bezwungen werden. Die letzte WM, an der die Chilenen teilnehmen durften war 1998 in Frankreich. In der damaligen Mannschaft waren es vor allem zwei Stürmer, die für Furore sorgten: Iván „Bam Bam“ Zamorano und Marcelo „El Matador“ Salas.

Zamorano kam bereits 1988 nach Europa, zunächst in die Schweiz. Seine beste Zeit hatte er dann bei Real Madrid (92-96), wo bei einem 5:0-Sieg gegen den FC Barcelona drei Tore erzielte, und bei Inter Mailand (96-01). In Mailand ist seine grandiose Aktion unvergessen, als er zwischen die 1 und 8 seiner Rückennummer ein Plus klebte, da er die 9 an Neuzugang Ronaldo verloren hatte. Iván, der auch „der Schreckliche“ genannt wird, ließ seine Karriere bei Colo-Colo ausklingen, wo er allerdings schon nach einem halben Jahr abtreten musste, weil er einen Schiedsrichter verprügelt hatte.

Video von Ivan Zamorano

Das River-Plate-Stadion
Das River-Plate-Stadion

Der „Matador“ Salas wechselte bereits mit 22 Jahren zum argentinischen Traditionsclub River Plate, der sich aktuell in einer absoluten Krise befindet. Nach zwei erfolgreichen Jahren dort ging er nach Europa, spielte dort für Lazio und Juve. Es gibt ein Video aus seiner River-Zeit, das vor allem durch die gelungene musikalische Untermalung überzeugt.

Marcelo Salas bei River

(Bilder: wikimedia commons / Rec 79 und flickr.com / aylamillerntor)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

3 Gedanken zu „Bam Bam und der Matador“

  1. In Sachen Ivan, dem Schrecklichem, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass er massgeblich mithalf, den Ruhm der „Eurofighter“ zu begründen. Er verschoss den ersten Elfmeter im Uefa-Cup-Endspiel 1997 gegen Schalke!
    Wie ist übrigens die Clausura 2008 ausgegangen? Everton hat ja die Apertura für sich entscheiden können!

  2. Ja, die Clausura ist am 20. mit dem Finale zu Ende gegangen und wieder einmal hieß COLO-COLO der Sieger! Der 28. Liga-Titel. Interessanter Nebenaspekt: Finalgegner war dieses Mal der CD Palestino. Wie der Name schon sagt ein Club, der 1920 von palästinensischen Immigranten gegründet wurde.

    Viele Spieler der aktuellen Nationalmannschaft von Palästina leben übrigens in Chile. Es lief mal eine sehr interessante Doku im Fernsehen über die palästinensische Nationalmannschaft. Sie hieß, so weit ich mich erinnere, „Eine Mannschaft wie keine andere“. Lief offensichtlich auch mal auf arte Mit von der Partie: Roberto Kettlun, der auch mal für Palestino kickte.

Kommentare sind geschlossen.