Bye, Bye, Bernd!

Nun ist es passiert. Seit Wochen wurde sein Rauswurf beschworen. Nun schließlich verlieh man in Spaniens Hauptstadt dem blonden Engel Flügel. Bernd Schuster ist nicht mehr. Also jedenfalls nicht mehr Trainer von Real Madrid. Noch vor Wochenfrist stellte ihm sein Präsident einen Freibrief bis Ende der Saison aus. Diese Zusicherung war in etwa so viel wert wie ein mittelgroßer Teller Tapas. Nach dem 3:4 in Bernabeu gegen den FC Sevilla hatte auch der hispanophile Fuggerstädter keinen Bock mehr. Und schwenkte verbal die weiße Fahne.

Vor dem Hassderby gegen den FC Barcelona, das am Samstag stattfindet, sägte der Mann von Gaby Schuster den morschen Zweig, auf dem er kauerte, endgültig ab. „Es ist unmöglich, im Nou Camp zu gewinnen.“ Mag sein. Sagt man aber nicht. Jedenfalls nicht als Trainer von Real. Dem Schuster-Bernd war da schon klar, dass sein Flickzeug nicht mehr reichen würde. Warum nicht mit einem markigen Spruch abtreten? Eben.

Dabei ist Schusters Bilanz seit Amtsantritt auf nationaler Ebene durchaus beachtlich, holte er doch mit Real in der vergangenen Spielzeit Meisterschaft und Supercup. Die Ansprüche rund ums Estadio Santiago Bernabéu sind leider andere. Das Champions-League-Aus im Achtelfinale gegen den AS Rom wurde nicht goutiert. Derzeit ist Schusters Ex-Team immerhin schon fürs Achtelfinale in der Königsklasse qualifiziert. Vielleicht kann ja Nachfolger Ramos was reißen. Aber gut, erwarten wir nicht zu viel von einem Verein, der nach einer Billigsupermarktkette benannt ist.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

2 Gedanken zu „Bye, Bye, Bernd!“

  1. jaja – der Bernd – wenn der erstma‘ keinen Bock hat, dann ist der Ofen aus

    vielleicht steckt in ihm ja auch so ein kleiner Heintje wie in Andy M. – ok, das klingt jetzt ein bisschen unfair – also für Andy – aber was soll Mann auch zu einem Trainer sagen, der schon nach 11/2Jahren keinen Bock mehr auf REAL hat – soll er doch zu LIDL an die Kasse wechseln – mir egal – für den Trainer-Job scheint er mir jedenfalls nicht derRichtige…

    In diesem Sinne – ich leg jetzt erst mal den guten, alten Heintje-Smasher „Du sollst nicht weinen“ auf den Platten-Teller

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