Wildschwein mit Pfefferminzsoße

Heute abend ist es wieder soweit: das ewige Duell zwischen Deutschland und England steht auf dem Programm! Eine der schönsten und gepflegtesten Rivalitäten, die immer wieder für Glanzpunkte sorgt. Wann fing das eigentlich an? Wahrscheinlich als Wilhelm Zwo von seiner Omma (Queen) Victoria ohne Abendessen ins Bett geschickt wurde. Im fußballerischen Kontext ist der Beginn des Konfliktes ja völlig klar: Anno Domini 1966 führt Tofik „Fiki“ Bakhramov den eidgenössischen Schiedsrichter Dienst im WM-Finale aufs Glatteis und erfindet ein Tor von „Schorsch“ Hurst. Absurdes Theater in Wembley. Und heute pfeift auch ein Schweizer … na supi!

Eine der humorigsten Geschichten in diesem Kontext stammt aus dem Jahre 2005, als die London Development Agency auf ihrer Website nach einem Namen für die Brücke vor dem neuen Wembleystadion suchte. Da Dietmar Hamann ja der letzte Torschütze im alten Wembleystadion war, gab es hierzulande schnell viele Befürworter einer Didi-Hamann-Bridge. Obwohl sich die meisten auf der Seite für diesen Namen aussprachen, konnte er sich leider nicht durchsetzen. Aber sowohl in der Blogosphäre, als auch bei Google Maps lebt der Name. (ein weiterer großartiger Vorschlag war übrigens: Wayne-Bridge-Bridge)

Den besten Stoff für Fußballmärchen der Kategorie ENG-GER gab es dann vor allem in den 90ern, als 1990 Gazza weinte und Olaf Thon lachte. 1996 dann das grandiose Semifinale im Wembleystadion. Die Sun titelte seinerzeit gewohnt unzurückhaltend: „Achtung! Surrender! For you Fritz ze Euro 96 iz over.“ War sie aber nich… Shearers Führungstreffer konnte Stefan KUNTZ ausgleichen, der Rest ist bekannt: eine famose Fußballgeschichte, an deren Ende Andi Möller durchs Stadion stolzierte. Aus dieser Zeit stammt auch unser Einstimmungsvideo, es ist die 1998er-Version des Klassikers Three Lions von Baddiel & Skinner mit den Lightning Seeds. Man beachte die Gastauftritte der Herren Williams und Hurst, sowie die trendbewusste Haar- und Bartmode der deutschen „Schlachtenkolonie“.

Suchergebnis auf youtube.com

Bildquelle:

flickr.com / Growl Roar

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.