Felix Austria

Nicht erst seit der diesjährigen Europameisterschaft sorgt das österreichische Deutsch besonders beim norddeutschen Zuhörer („Piefke„) für ein Schmunzeln. Nicht selten fragt man sich ob der sprachlichen Parallelwelt:“Bisch deppad?„. Nicht nur im Kulinarischen, wo man seinen Schopfbraten mit Erdäpfeln und Eierschwammerln genießt, auch im Fußball wird das ein oder andere Rufzeichen sprachlicher Art gesetzt. Kollege von Schleck zeigte sich bereits begeistert vom bon mot Leermeldung. Aber da wartet noch mehr.

Es gibt ein leiwandes Video, dass dem Zuseher einen Einblick in die wunderbare Welt der tipp3-Bundesliga gewährt. Es ist nicht aus der heurigen Saison, sondern aus dem Jahr 2008 (leider nicht aus dem Jänner), wo die Kampfmannschaft der Red Bulls aus Salzburg eine gehörige Watschen von den Rapidlern aus Wien erhält. Stimmung dann natürlich nur noch im Gästesektor.

Das Spiel im Video

Das Spiel begann direkt mit einem Knalleffekt nach dem Ankick. Und die Wiener in den grünen Leiberln kennen keine Gnade, die Salzburger stellen sich an wie ein paar Vollkoffer und es hagelt Kistn.  Die Innenabwehr der Bullen kann eigentlich schon nach 20 Minuten brausen gehen. Obwohl auch die eigentlich ordentlich wuchteln können, gab es an diesem Tag einen richtigen Schraufen. Warum die sich wie die Hoizhacker aufführten bleibt wohl ein Rätsel, vielleicht ist ihnen eine Eitrige nicht bekommen und sie waren malad beim Spiel. Mein Tipp: Vor dem Spiel nichts mit Faschiertem essen, wie etwa Fleischlaiberl, sondern Häuptelsalat, Karfiol und Paradeiser bevorzugen. Die Wiener spielten im Laufe der Partie nicht nur wunderbare Wechselpässe, sondern konnten auch mit Fersl und Lochpass glänzen.

Ich selber hoffe in der Zukunft das Studium des Österreichischen noch vertiefen zu können, vielleicht im Rahmen einer Ferialpraxis. Wenn ich meine Packeln dabei habe, kann man sich da bestimmt auch bei einem Kickerl als Linksverbinder einbringen. Danach kann man sich dann schön mit einem 16er-Blech (vorher um zwei Euro gekauft) und einer Frankfurter mit Gebäck ausrasten. Noch besser wäre natürlich ein Besuch im Praterstadion Ernst-Happel-Stadion oder Arnold-Schwarzenegger-Stadion der UPC-Arena.  Denn auch im glücklichen Österreich gilt:“Wichtig ist am Platz!“

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Felix Austria“

  1. Leiwand leiwand echt super, mir hat besonders auch noch der begriff Wechselpass gefallen.
    Also die Red Buller hätst an dem Tag echt in den Mistküberl stecken können.

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