A Day (Not) to Remember (Teil 2/2)

Nach diesem wenig erfolgreichen Vormittag stand dann also ein weiteres „Highlight“ an: Die ehrwürdige Alte Dame aus Berlin (1892) gegen die nicht ganz so alte TSG aus Hoffenheim (1899 resp. 2008). Die Bilanz der Hoffenheimer, die gleich im Berliner Olympiastadion zu Gast sein sollten: Die letzten 5 Spiele alle eindrucksvoll gewonnen, ein fabelhaftes Torverhältnis von 31:16. Hertha hat schon gegen ganz andere Gegner alt ausgesehen. Weshalb geht man eigentlich zu einem solchen Heimspiel? Ja richtig, da waren diese neun (9) Karten, die unter der Woche gekauft wurden.

Es ging super los, der vereinbarte Treffpunkt – 15.00 Uhr im Vereinsheim – wurde eigentlich von niemandem eingehalten: Die Erben-Fighter mußten, wie berichtet, am Vormittag noch ran und konnten ihre Verspätung mit „duschen und essen“ begründen, Erben-Aushilfe und Mauertakti(c)ker-Stammgast Herr Sebastian sprang auf diesen Zug auf. Etwas schwächer wurden die Ausreden dann schon bei Mauertaktik-Praktikantin Viktoria („Äh..Termine..“) und beim Bachelor („Wie…zu spät?“), nahezu unheimlich bei Kloppo mit Gattin (via Handy: „Bus verpaßt…aber ich hab geguckt…bestell uns mal 2 Bier zu 15:29!“). Einzig der Jüngste (8) im Bunde war ebenso pünktlich wie anfangs schüchtern. So ging es dann mit 8 Weg-Bierchen und einer Weg-Bionade Richtung Stadion.

Kaum am Stadion angekommen, spürte man sofort, daß die Hertha heute gar nicht verlieren kann, trotz November-Nieselregens allseits beste Stimmung. So beschenkte Kloppo seine Göttin noch vor Anpfiff mit einer äußerst ansehnlichen pinkfarbenen Hertha-Kappe, der Rest blieb bei Stadionwurst und Bier (2 große Bier, 2 Würste = 22 Euro!!!). Hier bekommt man für sein Geld auch noch was …

Für kurze Verwirrung sorgte ein Banner des Altphilologen-Herthafanclubs „Herodot Thales“, aber dann gings auch schon los. Der Rest ist schnell erzählt: Hertha kämpfte den Tabellenführer diszipliniert nieder, wußte sogar selbst streckenweise zu gefallen und gewann durchaus verdient mit 1:0 durch A. Voronin. Eben dieser  war es auch, der nach dem Tor die zweitbeste Szene hatte: Als der kurz zuvor eingewechselte Jung-Bulgare Domovchiyski in der 90. Minute zweimal binnen nicht einmal 20 Sekunden den beide Male besser postierten Voronin übersah und die Chance, den Sack zuzumachen, sowas von kläglich vergab, konnte der nun völlig zurecht komplett ausrastende Ukrainer einzig durch Monsieur Favre und eine Auswechslung von einer bösen Tätlichkeit am eigenen Mann bewahrt werden.

Nach dem Spiel ging es – frei nach Fr. Zander – nicht nach Hause, sondern zur „Spielanalyse“ zurück ins Vereinsheim und alle waren sich einig, daß das ein phantastischer Nachmittag war und ein gemeinsamer Stadionbesuch bald wiederholt wird – ja werden muß.

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