A Day (Not) to Remember (Teil 1/2)

Der vergangene Sonntag stand für die Mauertaktik-Granden H. Nuta, Persico und Schleck ganz im Zeichen des runden Leders. Am Spätvormittag versammelte sich die Dribbel-Crew bei bestem Fußballwetter (Regen, starker Wind, 5 Grad Celsius), um mit der Freizeitmannschaft endlich den ersten Dreier der Saison einzufahren. Danach ging es ohne Umschweife in die Transferphase für das zweite Highlight des Tages – die TSG Hoffenheim gastierte im prall gefüllten Olympiastadion. Und die drei Fußballfeinschmecker waren natürlich live mit dabei. Teil 1 dieses wechselhaften Tages wird resümiert von F. von Schleck …

Zwei Spiele, ein Punkt, 4:9 Tore. Klingt nach SV Werder Bremen 2008. Ist aber „in echt“ die wenig ruhmreiche Bilanz des TUS Netzers Erben 04 zu Saisonbeginn in der zweiten Uni-Liga Berlin. In Partie Drei sollte, ja musste!, endlich der ersehnte Dreier her. Da waren sich die Mauertaktierer und der Rest der Truppe einig.

Dass das Vereinskürzel nicht für Turn- und Sportverein steht, wurde wieder einmal bereits vor dem Anpfiff offenbar. Der etatmäßige Goalgetter hatte fies durchgesoffen und erschien bleich und zitternd. Er meldete sich jedoch ebenso spielfähig wie der Miro Kadlec des Teams, Onkel H. Nuta, der am Vortag noch beim Ticker geglänzt, selbigen dann aber etwas über Gebühr gefeiert hatte.

Schiedsrichter Peter Pedantmeier, ein alter Bekannter, verbat sich jegliche Kumpanei und bot dem verdutzten Freizeitteam „Mein Herr“ sowie „Ihro Durchlaucht“ als Anredeoptionen an. Es war klar, woher der Wind wehen würde.

Alles war also gerichtet für eine fulminante Partie mit erfolgreichem Ausgang für die „Erben.“ Nach 15 Minuten stand es dann auch 0:2. Ein Desaster bahnte sich an. Kurz darauf ließ sich Abwehrchef Jay-Jay H. Nuta auswechseln – Grund: „Leiste.“ Nach vorne lief nicht viel. Abwehrschreck von Schleck gelang es kurz vor der Pause zudem, im Stile eines Mario Gomez während der EURO 08 einen Kopfball auf der Torlinie des Gegners zu klären. Fußball in Reinkultur.

0:2 stand es auch zur Pause. Invalide H. Nuta wechselte für die zweiten Fünfundvierzig als Linienrichter an den Seitenrand und wurde ohne Umschweife vom Unparteiischen aller Aufgaben entbunden: „Abseits bitte nicht anzeigen!“

Zur zweiten Hälfte kam der Bomber von Rixdorf, F. Persico, für den harmlosen Schleck ins Spiel, mit der Weisung, den ein oder anderen gegenerischen Verteidiger „kaputtzumachen.“ „Sieg oder Spielabbruch“ also – mal wieder – die Devise bei den strauchelnden Hobbykickern. Weder das eine noch das andere klappte jedoch und so ging diese Partie mit 1:3 Toren in die Binsen.

Nach dem Schlusspfiff trösteten sich die Nachfahren des langhaarigen Diskobesitzers aus Mönchengladbach mit der zeitlosen Weisheit „Haste Scheiße an die Füße, haste Scheiße an die Füße“ und Schleck, Nuta und Persico setzten ihre ganzen Hoffnungen auf Teil 2 der sonntäglichen Fußball-Saga. Hertha gegen Hoffenheim, ein Spiel, das Spannung, Tore, Dramatik versprach.

Davon berichtet morgen dann Jay-Jay H. Nuta…

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.