Home Alone

52 Länderspiele und 19 Länderspieltore stehen normalerweise für eine beachtliche Nationalmannschaftskarriere. Leider anders im Fall von Kevin Dennis Kuranyi (KDK). Der in Brasilien geborene Panamaer mit ungarischen Wurzeln ist ein guter Fußballspieler. Er wird aber nicht als DFB-Legende in die Geschichte eingehen. Was führte dazu?

Man dachte zwischenzeitlich wirklich, dass KDK nach dem ersten Eklat 2006 (nur zur Erinnerung: Klinsi hatte mit der Nichtberücksichtigung alles richtig gemacht) wieder in der Nationalelf angekommen war. Er köpfte uns in der EM-Quali mit einem Doppelpack zum Sieg gegen die Tschechen in Prag. Einen Monat später, im Spiel gegen Dänemark, war er sogar Kapitän der Mannschaft. Nun also der Abgang aus dem Stadion und der damit verbundene Abgang aus der Nationalmannschaft. Über die wahren Gründe hat Mauertaktik ein paar „eigene“ Theorien aufgestellt.

Theorie 1: In der Nacht vor dem Russlandspiel verpasste „Toto“ Frings zuerst Piotr Trochowski Hosenwasser und schmierte dann Zahnpasta unter Kuranyis Türklinke. Und der langte voll rein. Das war natürlich nichts für KDKs gepflegte Pianistenhände. Es kam zum Eklat: Kuranyi versteckte Frings‘ Haarband, dieser ließ ihn als Reaktion nicht beim Gummitwist mitmachen. Dann wird Frings auch noch eingewechselt, KDK sitzt auf der Tribüne: Das war Demütigung pur! Kuranyi dazu auf der Pressekonferenz am Montag:“Nur ich kann das fühlen!“ Er wird wohl nie wieder Zähne putzen …

Theorie 2: Im Trainingslager der Nationalmannschaft herrscht Friede, Freude, Kraftnahrung-Futtern. Aber auch ein wenig Freizeit ist in dem engen Zeitplan vorgesehen. Jogi und KDK gehen in Düsseldorf auf der Kö „bummeln“. Danach steht Sauna auf dem Programm. KDK (passionierter Untensitzer) wagt einen Vorstoß und schlägt Jogi vor eine Schwitzstube zu teilen. Dieses Privileg genießen aber nur Hitzlsperger und Lahm (Lavendelaufguss). Löw lehnt dementsprechend bestimmt ab, das Tischtuch ist zerrissen, die Konsequenzen bekannt: Tribüne, Abgang, Rausschmiss …

Theorie 3: Nutella und das Institut Fresenius versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen. KDK „wusste zu viel“. Also musste er aus dem aktuellen Nutella-Boys-Quartett entfernt werden. Dies passierte zuvor schon Andreas Hinkel (Codename „Arizona“). Don Ferrero beschloss dann, dass es „wie ein Streit aussehen soll“. Kuranyi wird nun sukzessive aus seinen Ämtern als Nutella-Streicher und Axe-Achsel-Model zurücktreten. Es werden ihm einige Fantastilliarden an Werbeeinnahmen verloren gehen … oder er besinnt sich auf etwas konservativere Produkte zurück. Denn schon H. Schneider wusste:“Auf der ganzen Welt wird sehr viel verzehrt, doch ein richtiges Käsebrot wird regelrecht verehrt.“

http://www.youtube.com/results?search_type=&search_query=Helge+Schneider+K%C3%A4sebrot+Video&aq=f

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.