Mauertakti(c)ker 5. Spieltag

Wie schon ein altes Sprichwort besagt: der zweite Ticker ist immer der schwerste. Besonders erschwert wird das heutige Unternehmen durch die Absenz von Fränk von Schleck. Mauertaktik hat keine Kosten und Mühen gescheut um die grandame der Redaktion an die Küsten Südostasiens zu schicken um da in der Hängematte zu versauern. So dürfen die beiden Chefpraktikanten Persico und H.Nuta heute mal schreiben, was sie wollen.

Heute wird aus 5 Stadien getickert, u.a. mit dem Klassiker Bayern-Bremen und Cottbus-Bochum, wobei letztgenannte Paarung in diesem Ticker auf jeden Fall 0:0 endet. Desweiteren spielt die Hertha bei den Fohlen, Bielefeld empfängt Köln und Schalke verliert zuhause gegen Frankfurt.
Heute hat sogar die Möwe den Weg ins Vereinsheim gefunden, der schon wieder schlechte Schiedsrichter-Witze erzählt. Wer leider nicht erschienen ist, ist die neue Mauertaktik-Praktikantin. Kein guter Start, Viktoria!

Persico beginnt nun mit dem Tickern.
1. Min Wir sehen Gelsenkirchen. Hier immer noch Fährmann im Tor – der Charon des Ruhrgebiets.

2. Min Gruß in die Pfalz zum Fan der ersten Stunde! Ein noch müdes Gekicke im München erlaubt es uns dem Edelfan diese Grüße zu übermitteln und wir hoffen dass dies in Echtzeit vernommen wird.

4. Min Wieder München. Rosenberg köpft knapp vorbei. puh. Bayern heute übrigens zu zwölft. Poldi ist einfach mal aufgelaufen.

7. Min Rüdiger Kauf, der alte Edeltechniker, treibt auf der Alm heute auch wieder sein Unwesen. Die Gegenspieler zittern!

8. Min Hertha gewohnt stark. Sie lassen Gladbach aber erstmal kommen …

9. Min Schuss von Mieciel. Das wäre fast das 0:0 für Bochum gewesen. Die Möwe lacht derweil über leere Ränge in der Lausitz.

10. Min Wieder in der bayrischen Landeshauptstadt. O´zapft is! aber noch nicht auf m Feld ….

11. MIn TOOOOOOOR! Ganz lässiges 1:0 für Herthamania. Kacar schiebt im Liegen ein.

13. Min TOR in Cottbus. 0:0 durch Sörensen! Bochum lädt die geizigen Lausitzer ein, nun doch mal einzunetzen.

Es übernimmt H. Nuta …

15.-20. Min Super-Gau im Vereinsheim- Wlan weg.

20. Min Wlan wieder da, nichts passiert. In Cottbus weiterhin 0:0.

21. Min. Fast was Gefährliches von Bielefeld. Dieses Spiel ist wirklich langweilig.

22. Min Pfostenschuß durch Pizarro. Bremen ist eindeutig besser. Pizza-Toni und der Rest der Bande laufen rum wie Falschgeld.

27. Min. Hertha drückend überlegen, klärt über den eigenen Pfosten.

28. Min Das Spiel in Cottbus ist so langweilig, daß der Premieremann mit wildem Zahlen-Hokuspokus aufwartet: Cottbus saisonübergreifend seit über 8 Stunden ohne Torerfolg.

30. Min. In Gelsenkirchen ist auch nicht viel mehr los. Man darf gespannt sein, ob der FC Schalke das letzte Wochenende gut überstanden hat.

30. Min TOOOOOOOOOOOOOOR. Jawoll! Bremen führt in München. Markus Rosenberg schiebt ganz lässig zur Führung ein. Rensings Tage sind auch bald gezählt, weiß Kollege Persico, der auch direkt mal weitermachen darf.

33. Min. Platzverweis auf Schalke! Zur Verwunderung aller ein Frankfurter (Chris). Da war gar nichts! Konzertpianist Fandel sieht da sein ganz eigenes Spiel, oder ist das Wiedergutmachung für letzte Woche?

36. Min. Weiterhin gepflegte Langeweile in Bielefeld. An dieser Stelle soll dann auch nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei „Bielefeld“ um eine Erfindung der Medien handelt. Jetzt Abseits! Super!

38. Min. Warum ist Premiere immer noch bei diesem Spiel?

39. Min. Hertha spielt Gladbach weiter an die Wand. Nicu versucht Heimeroth durch die Hosenträger zu schießen, H. hat aber aufgepasst.

41. Min. Tor auf Schalke. Jetzt schummelt Schalke sogar den Ball ins Tor. „Farfan lässt sich jubeln“ (H. Nuta), aber eigentlich war es ein Eigentor der Hessen.

45. Min. Jawollo! „Das ist ja vogelwild“, weiß Premieremann Dittmann. 2:0 für Bremen in München. Angeblich kam Bayern besser ins Spiel, aber Naldo macht „nach Vorarbeit von Rensing“ (Möwe) das Tor!

-PAUSE-

Im Premierestudio will der Kaiser nicht so richtig seine Meinung zu den Highlights aus Halbzeit eins äußern. Er wirkt ähnlich versoffen wie Kollege Persico. Nur Platitüden wie „zu wenig Bewegung im Spiel“ und „Ja, gut,äh“. Das kann er besser. Die Stimmung im Vereinsheim ist derweil prächtig. Selbst die Möwe läßt den einen oder anderen Jokus fallen. Wenn die Ergebnisse nach den zweiten 45 Minuten auch noch so gut sind, wird heute Abend richtig gefeiert.

Und weiter gehts mit der zweiten Halbzeit.

46. Min. (Tom) Jones mit Weitschuss. Das Leder zischt rechts am Gehäuse vorbei.

48. Min. Bochum gleicht zum 0:0 aus. Yahia fällt der Ball auf den Kopf und Tremmel muss hinter sich greifen.

51. Min. Wir sind zurück in München beim Duell des schönen Tim (mit langer Hose) mit dem unglücklichen Michi. 2:0 für den Solariumfreund! Die lange Hose entpuppt sich beim zweiten Hinsehen dann doch als gut getoasteter Unterschenkel. Unglaublich schön, der Mann!

52. Min. Hertha weiter sehr souverän und mit „Auge“. Neuville wird nicht am Schuss gehindert, da der ja sowieso nur gegen den Pfosten geht.

54. Min. TOOOOOOOOR in Monaco. Özil setzt einen Strahl in den Knick. 3:0 für Bremen. Bitte kneifen! Uli Hoeneß‘ Gesichtsfarbe gleicht Klinsis Jacke.

58.Min. Die Gelsenkirchener Mogelpackung weiter 1:0. Hier passiert wohl nicht mehr viel, dafür aber …

59. Min. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR in München. Pizza stochert am Michi vorbei. Im Vereinsheim traut man seinen Augen nicht. Werderfreund H. Nuta ist auf Wolke sieben … der SVW jetzt mit Hacke, Spitze, 1, 2, 3 … aber Demichelis haut dazwischen.

64. Min. Hertha weiter die bessere Mannschaft. Sie überzeugen durch Rumgeschiebe im Mittelfeld mit Lusti und Stein, jetzt versucht „Voro“ sogar einen Doppelpass mit Schiri Brych.

65. Min. „Kein schönes Spiel in Cottbus.“ Ach was…

68. Min TOOOOOOOOOOOOOOOOR in München. Rensing versucht es selbst, Rosenberg klaut ihm das Tor. Der schöne Tim schlägt Purzelbäume im eigenen Strafraum. Die Möwe wundert sich, daß Paul Breitner gar nicht klatscht. Der Wahnsinn!!

70. Min Klinsi und Hoeneß wirken nicht so, als würden sie heute noch viel miteinander reden.

72. Min TOR in München. 6:0 durch Borowski, ach nee, 1:5. Geht da noch was? Natürlich nicht.

73. Die Bremer Fans feiern ihren alten Spielmacher mit „Tim Borowski“-Sprechchören.

74. TOR In Bitterfeld. Der erste (!) Torschuß der Heimmannschaft (!!) findet durch einen Kölner Rücken den Weg ins Tor. 1:0.

76. Min. Gladbach versucht die Schönspielerei der Berliner mit rüden Fouls zu unterbinden.

77. Min. Mondragon rennt übers Feld und will den neuesten Witz von Scherz erfahren, derweil köpft ein Mitspieler den Ball ins eigene Tor. 2:0

79. Min. In Schalke ist das Spiel so spannend, daß Kuranyi von den eigenen Fans mal wieder ausgepfiffen wird. Seltsamer Anhang…

im Gegensatz zum Bremer Anhang: die feiern jetzt nicht mehr „Boro“, sondern Jürgen Klinsmann. Der findet das aber irgendwie nicht witzig.

83. Min Hertha weiterhin Weltklasse! Lassen jetzt M´Gladbach Flanken üben …

86. Min Gelsenkirchen verwaltet das 1:0, was ihnen geschenkt wurde. Frankfurt in Unterzahl nicht präsent.

87. Min Huch! Timbo Rowski netzt wieder ein. Timbo Wiese lässt sich eher lustlos fallen. 2:5. Jetzt aber wieder Werder, Pizza macht die gesamte bajuwarische Abwehr nass, schiebt aber dann am leeren Tor vorbei. „Klumpfuß!“, lautet die Ferndiagnose einiger Vereinsheimsbesucher.

89. Min Cottbus hat die Chance zum 0:0, aber kläglich vergeben. Wie man auch dieses Spiel insgesamt als den untauglichen Versuch bezeichnen kann Fußball zu spielen.

90. Min Das Spiel ist aus! Bremen gewinnt 5:2! Unglaubliches Spiel. „Nach dem Spielverlauf nur eine Frage der Höhe“, konstatiert Kai Dittmann.

90. Min Alle Spiele sind beendet. Hertha gewinnt „völlig verdient“ (Persico). Schalke gewinnt durch Eigentor.

Persico und ich verabschieden uns. Ich geh jetzt zu Karstadt-Sport und kauf mir ein Bremen-Trikot mit „Rensing“-Beflockung und danach feiern.

Wir entschuldigen uns für die Verzögerungen, hatten hier technische Probleme mit dem Wlan. Wir warten auf eine Geldspende vom Schatzmeister aus Thailand für eine bessere Wlan-Antenne.

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

2 Gedanken zu „Mauertakti(c)ker 5. Spieltag“

  1. Der neue Laptop und das Wlan vertragen sich? Gibt’s eigentlich eine Grußformel an Journalisten? Glück auf… Schreib auf?

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