Hattrick-Miro is back!

Da hat das gute Klöschen mich ja eines besseren belehrt. Am Sonntag hier bereits einen voreiligen Nachruf auf ihn verfasst (der – nun kann man sagen: Gott sei Dank! – beim Serverumzug verschollen gegangen ist) und BAMM-BAMM-BAMM – vom Chancentod zum Heilsbringer in 90 Minuten!

Nun isser jedenfalls wieder da, der gute Hattrick-Miro, was mir die Gelegenheit gibt, eine kleine Anekdote zum Besten zu geben, die Mauertaktierer Jürgen H. Nuta auch rückblickend sicherlich immer noch nicht so richtig lustig findet…

Lautern gegen Hertha im Fritz-Walter-Stadion. Das bedeutet: Schleck gegen H. Nuta vor der Premiere-Leinwand in Berlin (Spandau). Zur Halbzeit führt die alte Dame locker mit 2:0. Die Stimmung bei Lautern-Sympathisant Schleck dementsprechend am Tiefpunkt, während das bierselige Waffelgebäck das feiste Grinsen – völlig zurecht – gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommt…

Seine Hoffnungslosigkeit mit Transparentlack übertünchend, krakeelt der luxemburger Nachwuchsreporter zwischen zwei Schlucken Pausentee seine These für die zweiten Fünfundvierzig in den Schankraum, wonach Klautern durch einen Klose-Hattrick natürlich noch gewänne. Sei ja schließlich immer so gewesen auf dem altehrwürdigen Betzenberg, man denke nur an damals, Bayern 7:4 und überhaupt und so…

J.H.N. macht sich müde lächelnd auf zum Damenklo, um bei der Rückkehr mit dem Anschlusstreffer durch einen gewissen Miroslav Klose konfrontiert zu werden, der in Minute 47 eingenickt hat. Falls der Hertha-Frosch nun bereits innerlich zittert, gibt er es jedenfalls nicht zu. Was sich in Minute 69 ändert. Da schießt nämlich ein gebürtiger Pole, für Lautern an jenem Novemberabend im Sturm aufgeboten, den Ausgleich, und J.H. Nuta will nicht mehr. Vollkommen in sich zusammen sackt der entnervte Bierfreund dann, als Klöschen auch noch (nach dem Führungstreffer durch Bill „Bo“ Tchato) den 4:2-Endstand markiert. Und gelobt, nie wieder mit Schleck „überhaupt irgendwas“ zu gucken.

Der Spielbericht und die Belegfakten finden sich hier – interessant hierbei, dass Klose damals als wohl erster Mensch nach Gorbi das Prädikat „Vater der Wende“ verliehen bekam.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Hattrick-Miro is back!“

  1. oh mann, das war echt unglaublich damals. aber stimmt schon, lustig find ich das immer noch nicht…

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