Mamma, Mamma, Mamma…

Kein Fußballer hat wohl je eine Stadt und ihre Bewohner so in seinen Bann gezogen wie kleines dickes geniales Maradona in Neapel. Was auch daran lag, dass die lebende Legende vom Rio de la Plata den SSC quasi im Alleingang von der Bedeutungslosigkeit zum zweifachen italienischen Meistertitel und zum UEFA-Cup-Gewinn dribbelte. Und ganz nebenbei noch grandiose Tore am Fließband produzierte, was sicher in ebenso großem Maße für die grenzenlose Zuneigung der SSC-Fans verantwortlich ist:

Maradonas Verehrer kreierten dann auch flugs ein Lied, das mit innigster Inbrunst auf den Tribünen des Stadio San Paolo und gerne auch von der Mannschaft (inkl. kleines dickes nacktes Maradona) beim Katakomben-Karaoke geschmettert wurde: „Mamma, Mamma, Mamma… Ho visto Maradona…“

Zum Mitsingen hier der vollständige Text:
„O mamma mamma mamma,
sai perché mi batte el corazon?
Ho visto Maradona, ho visto Maradona,
eh, mammà, innamorato son“

Um eine akkurate Übersetzung wird gebeten, Prof. Rohrer! Es geht wohl um schlagende Herzen und Mütter und Liebe und so…

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

7 Gedanken zu „Mamma, Mamma, Mamma…“

  1. wolln ma so sagen: ein Spieler vom Format eines MarTONNas braucht auch heute nicht die Jakobs+Bertholds+Försters+Briegels dieser Welt fürchten – wenn der Gegner solche BallArtisten+BewegungsKünstler aufn Platz stellt, dann muss er zwangsläufig gut aussehn – in meiner Murmelkiste von annodannomal glänzte die GlasMurmel schließlich auch immer am hellsten;-)

  2. @ Mauswanderinho: Das heißt, nach Deiner Theorie konnte flinkes Maradona vor allem deswegen glänzen, weil die Abwehrreihen damals vorwiegend noch mit hüftsteifen Hobbykickern bestückt waren?

  3. könnte Mann so sagen… was aber nicht heißen soll: dass er nix auffe Pfanne hat – aber andereZeiten anderesSpielchen – ich glaub, dass die Leutz von heute – Diego, Ronaldinho, Ribery etc.pp mindestens genauso gut sind, nur dass sie halt bei weitem nicht mehr so NONplusultra-mäßig übern Platz spazieren könn‘ wie weiland kleinesDickesMaradonna

  4. Gebe ich Dir Recht. Die Zeit, in der ein einzelner Ausnahmespieler nicht nur Spiele sondern auch Titel mehr oder minder im Alleingang holen konnte, ist sicher vorbei, einfach dadurch, dass das Spiel viel schneller geworden ist (Dribbler haben viel weniger Platz, man schaue sich nur mal an, wie ein Beckenbauer genüsslich übers halbe Feld traben konnte, ohne angegriffen zu werden) und die schlechten Spieler zumindest körperlich und meist auch taktisch deutlich näher an den richtig Guten sind als damals.

  5. Dit is meiner Meinung nach Kokolores wat ihr beide hier vom Stapel lasst und lässt nur darauf schließen, dass ihr mindestens genauso fußball-fernseh-affin wie am Ball selbst grobmotorisch seid. Und um nur ein Beispiel unter hunderten, ja tausenden zu nennen: Messi macht auch heute im schnelle Fußball noch solche Dinge wie Tönnchen Maradonna annodazumal. Aber Fränck hat natürlich Recht wenn er sagt, dass „The Kaiser“ heute wohl nicht mehr so ungehindert durchs Mittelfeld laufen könnte.
    Und der SSC Neapel hatte ja unter anderem auch noch Careca und Zola in seinen Reihen. Insofern hat Diego A. den Titel ja auch nicht ganz im Alleingang gewonnen!!!

  6. Ich hab zwar keine Ahnung, wie du von dem Einen auf dat andere schließt, aber gut – woll’n ma so sagen – der Messi is‘ wohl kein‘ Schlechten;-)

    NichtsDestoTrotz is er aufm Platz noch lange nich so präsent wie weiland Maradonna, Platini+Co zu ihren besten Zeiten – und jetz‘ komm mir bloß nich mit sein‘ Alter – ich glaub wirklich das die Zeiten einfach vorbei sind, in den‘ Mann Woche-für-Woche die AbwehrReihen verarschen kann – dafür sind die Jungs nämlich mittlerweile wirklich zu gut/flexibel, als das sie sich nicht auf einen Messi einstellen könn‘

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